Aufgaben und Ziele
Die AWR fördert die Vertiefung und Koordinierung der Forschung über das Weltflüchtlingsproblem und stellt nationalen und internationalen Organisationen sowie Behörden abgesicherte wissenschaftliche Grundlagen zur Lösung der Flüchtlings- und Wanderungsfragen zur Verfügung. In der AWR werden deshalb Forschungsergebnisse und einschlägige Materialien erfasst, ausgetauscht und verglichen. Zusätzlich führt die AWR Fachtagungen, Kolloquien und eigene Forschungen durch, deren Ergebnisse im AWR-Bulletin, der Vierteljahresschrift für Flüchtlingsfragen, der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Die AWR als internationale Dachorganisation fördert die Vertiefung und Koordinierung der Forschung über das Weltflüchtlingsproblem. Dadurch stellt sie nationalen und internationalen Organisationen und Behörden wissenschaftliche Erkenntnisse zur Lösung der mit Flucht, Vertreibung und Wanderung einhergehenden Probleme zu Verfügung. Als Nichtregierungsorganisation besitzt sie Beobachterstatus beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen in New York und Beraterstatus beim Europarat in Straßburg. Außerdem steht sie in ständigem Kontakt mit der Dienststelle des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Flüchtlinge in Genf. Das Selbstverständnis der AWR basiert auf sieben Grundprinzipien, an denen sich die Arbeiten orientieren und die auch als Leitbild der Organisation verstanden werden.

  1. Prinzip der Wissenschaftlichkeit
    Die AWR will als NGO die universitäre Arbeit im Bereich der Flüchtlingsforschung unter Maßgabe wissenschaftlicher Grundsätze ergänzen.
  2. Prinzip der interdisziplinären Zusammenarbeit
    Da die Flüchtlingsforschung keine eigene Disziplin in der Wissenschaft darstellt, finden sich innerhalb der AWR Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen, um durch ihre Arbeit einen Beitrag zur Lösung der Flüchtlingsproblematik beizusteuern.
  3. Prinzip der internationalen Zusammenarbeit
    Das Prinzip der internationalen Zusammenarbeit soll erstens dazu dienen die Erfahrungen, die andere Staaten mit Flüchtlings- und Migrationsszenarien gemacht haben weiterzugeben und zweitens gerade im Hinblick auf innereuropäische Flüchtlingsströme dazu beitragen gesamteuropäische Lösungsansätze zu entwickeln.
  4. Prinzip der unabhängigen Kooperation
    Ziel der AWR ist es unter anderem sich mit den gewonnenen Forschungsergebnissen bei nationalen und internationalen Organisationen Gehör zu verschaffen. Sie ist damit eine auf Kooperation ausgelegte Nichtregierungsorganisation, die unabhängig von politischen Einflüssen Lösungsansätze erarbeitet.
  5. Prinzip der Konzeptarbeit
    Da das Flüchtlingsproblem kurzfristig nicht lösen ist, ist die Strategie der AWR auf die Erstellung langfristig angelegter Lösungskonzepte ausgerichtet. Beispiele für diese Konzeptarbeit sind die „Würzburger Grundsätze und Eckpunkte für ein Zuwanderungskonzept in der Bundesrepublik Deutschland“ und die „Feldkircher Leitsätze für ein europäisches Flüchtlingsrecht – Leitgedanken für eine Europäische Flüchtlingskonvention“.
  6. Prinzip der Ursachenerforschung
    Die Forschungen der AWR sollen dazu dienen die Ursachen von Flucht und Vertreibung aufzudecken und Strategien zu entwickeln, die diese Ursachen bewältigen oder im Idealfall verhindern.
  7. Prinzip der Forschungskoordination
    Eine weitere Aufgabe der AWR ist es, die Forschungsarbeiten zum Thema Flüchtlingsfragen zu koordinieren und zu lenken. Zu diesem Zweck erfasst die AWR entsprechende Materialien und sammelt und vergleicht wissenschaftliche Abhandlungen. Diese werden der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

 

Schwerpunkte der Forschungsarbeit sind:

  1. Aktuelle Probleme der Migration und Integration ausländischer Flüchtlinge und Zuwanderer sowie die Asylbewerber in der Sozial- und Rechtsordnung
  2. Migration und Terrorismus
  3. Migration und Alter
  4. Die Rolle der Frau im Kampf der Kulturen
  5. Vermeidung von Flüchtlingsströmen sowie der Schutz von Minderheiten
  6. Zuwanderung und Flüchtlingsforschung
  7. Sicherer Status durch bessere Sicherheitsstandards für Flüchtlinge
  8. Europäische Fragen